Es ist mittlerweile schon über eine Woche her, dass sich 8 Spielerinnen und Spieler der zweiten Mannschaft nach Eutin aufmachten. Im Vergleich zur ersten Runde ersetzten Kenneth und Norbert Finn und Keyvan. Somit konnten wir immerhin sieben der ersten acht gemeldeten Spieler an die Bretter bringen. Unsere Gegner konnten soger ihre gesamte Stammmannschaft aufbieten. Die Durchschnitts-DWZ-Zahlen waren exakt gleich (muss man auch erst mal schaffen!), was erneut einen engen Kampf erwarten ließ.

Umso überraschender war, dass bereits nach etwas mehr als einer Stunde die erste Partie nicht nur beendet, sondern auch entschieden war. Und dann auch noch an meinem, also dem Spitzenbrett. Mein Gegner, Volker Gülke, hatte in der Eröffnung einen falschen Plan gewählt und dabei auch noch einen wichtigen Zug vergessen. Das kostete ihn zuerst da Rochaderecht und kurz darauf auch noch eine Menge Holz, sodass er bald genug gesehen hatte. Also erstmal eine unverhoffte Führung. Auch Moritz konnte die etwas eigenwillige Eröffnungsbehandlung seines Gegners Markus Heiden ausnutzen und kam mit einem Mehrbauern und der Kompensation ins Mittelspiel.

Die restlichen Bretter stimmten insgesamt ebenfalls optimistisch: Kenneth hatte in einem scharfen Sizilianer gegen Rudolf-Rainer Gehrmann einen Bauern für Angriff geopfert und erhielt schon bald zusätzlich zu Entwicklungsvorsprung und Angriffschancen einen deutlichen Zeitvorteil. Gunnar hatte aus der Eröffnung gegen Kai Lippmann eine leicht bessere Stellung erreicht, während Ulla gegen Frank Schmidt einen deutlichen Entwicklungsvorsprung und dadurch eine fast gewonnene Stellung hatte. Joachim an Brett 6 gegen Rolf Bohl erreichte eine ungefähr ausgeglichene Stellung. Nur Marthe, die von ihrem Gegner Andreas Ulrich in der Eröffnung überrascht wurde und wohl nicht optimal reagierte, sowie Norbert, der gegen Olaf Töpper mit einem gewissen Raumnachteil kämpfen musste, standen etwas schlechter.

Nach gut dreieinhalb Stunden kamen nach und nach die Ergebnisse, die meisten wie erwartet: Joachim teilte den Punkt, während Moritz und Gunnar ihre vorteilhaften Stellungen gewinnen konnten. Marthe musste leider die Segel streichen und Ulla überah einen taktischen Schlag, der die durchgängig etwas bessere Stellung sofort ausglich, woraufhin Remis vereinbart wurde. Damit führten wir mit 4:2, ein weiterer (halber) Zähler reichte zum Mannschaftssieg. Diesen steurte Kenneth bei, nachdem sein Angriff unparierbar geworden war.

Damit veblieb nur noch Norbert, der seine Partie nach langem Kampf noch verlor. Insgesamt ein verdienter 5:3 Erfolg, von dem wir einiges Selbstvertrauen mitnehmen können. Denn unser nächster Gegner ist Harksheide, dieses Jahr Topfavorit auf den Aufstieg. Letztes Jahr konnten wir 5:3 siegen, zugegebenermaßen hatten wohl auch zwei kampflose Siege ihren Anteil daran. Dennoch wird es hoffentlich ein interessanter Kampf, vielleicht ja sogar wieder mit einem überraschenden Ergebnis.

Magnus