Im vorletzen Spiel der Saison 16/17 ging es für die Landesliga nach Eckernförde. Der Gastgeber war hoch motiviert und entschlossen den drohenden Abstieg möglichst wegzuspielen.

So dauerte es auch eine gewisse Zeit bis sich Tendenzen abzeichneten. Bei Mohammedreza ging es allerdings bereits schon schneller zur Sache. Mo nahm eine Figur gegen zwei Bauern und einer schlechten Königsstellung. Auch bei Marthe war frühzeitig Feuer auf dem Brett. Ihr Gegner präsentierte das extraordinäre Frankenstein-Dracula-Gambit. Ohne Knoblauch und Silber gerüstet hatte Marthe dagegen auch ordentlich zu kämpfen. 

Bei Mats, Alexander und Alexander waren die Stellungen vollkommen ausgeglichen. Nach gut zwei Stunden neigte sich die Waagschale aber zu unseren Gunsten. Sebastian und Hans-Adolf strichen einen Bauern ein und standen somit vorteilhaft da. Julian ging optisch auch in Vorteil. In dieser Phase holte dann Mohammedreza den ersten Punkt für Doppelbauer. In der späteren Analyse zeigte sich aber, dass Tims Opfer mit genauem Spiel zum Erfolg geführt hätte. Glückliche 1:0-Führung! Mit Glück ging es bei Marthe weiter. Mit zu viel Respekt gegen Frankenstein-Dracula baute sich Marthe zu verhalten auf. Christopher schaffte aber nicht die Mauern zu durchbrechen und wiederholte die Stellung zum Remis. Kurze Zeit danach setzte Alexander Pluska seinen Gegner ins Dauerschach und holte ein ungefährdetes Remis. Mats strich dann eine Qualität ein und stellte ein paar Züge danach einen wichtigen Bauern ein. Wodurch Dustin zwei verbundene Freibauern und mächtig Kompensationen bekam. Trotzdem trickste Mats und schien schon als Sieger die Schlacht zu verlassen. Aber er wollte Dustin (hatte Geburtstag) doch noch ein Geschenk dalassen. Zwei Züge bevor Mats aufgab stand er nämlich +5...

2:2 Zwischenstand. Alexander Petri tendierte in einem Leichtfigurenendspiel Läufer gegen Springer zum Remis. Die Achse an Brett 6-8 sollte aber vermutlich 2,5 - 3 Punkte holen. Sebastian, welcher bereits schon seit einigen Wochen in Osterstimmung ist und fleißig Eier sammelt, hätte in einer Kombination einfach eine Leichtfigur gewinnen können. Scheinbar wollte er aber lieber seinen Freibauern auf der dritten Reihe durchbringen. Dieser Freibauer war schließlich auch der Joker, so dass die Partie mit einem netten Damenopfer beendet wurde. Hans-Adolf wickelte in ein gewonnenes Turmendspiel mit Mehrbauer und abgeschnittenen gegnerischen König ab. Auch Hans-Adolf zeigte in den letzten Partien, dass er zurzeit nicht in Topform ist. Dies untermauerte er auch mit diesem Remis gegen Eckernförde. Bei Julian kam es in der Zwischenzeit auch zu einem Krimi. Seine Stellung war mittlerweile nicht nur optisch besser, sondern auch technisch gewonnen. Ohne Scheu holte Julian sich einen Mehrbauern ab, allerdings hätte das Naschen des Bauerns Zeit gehabt. Das Problem war nun, dass Julians König durch Springer und Turm und behindert durch seine eigenen Bauern Dauerschach gesetzt wurde. Von den geplanten 2,5 - 3 Punkte wurden nur! 2 eingesackt und es reichte ausgerechnet nur zum 4:3.

Und die Geschichte sollte sich wiederholen... Vor einigen Jahren benötigten wir gegen Eckernförde auch nur noch einen halben Punkt zum Erfolg und die noch ausstehende Partie hieß ebenfalls Alexander gegen Kai. In dem remisverdächtigen Endspiel verarschte Kais Springer den schönen Läufer von Alexander regelrecht und es sah nach einem 4:4 Endstand aus. Gewappnet mit einem tückischen Bauernopfer (bei dann nur noch zwei verbleibenden Bauern) löste Alexander seine Probleme dennoch. Die Partie endete, wie damals, Remis und der knappe Mannschaftssieg war perfekt.

Im letzten Spiel der Saison empfangen wir am 7.5. die Schachfreunde aus Segeberg.