Die Favoriten prägten das 38. Kieler Open. In der Endabrechnung belegten die ersten fünf der Startrangliste auch die ersten fünf Plätze der Abschlusstabelle.
Zum souveränen Turniersieger krönte sich IM Aljoscha Feuerstack. Er gab im gesamten Turnier lediglich einen halben Punkt ab und das Remis gegen den späteren Zweitplatzierten Taron Khachatryan (7,5 Punkte).
Um Platz zwei wurde es in der Schlussrunde noch einmal spannend. Niklas Callsen (7 Punkte) stand gegen Khachatryan mit einem Mehrbauern auf wohl Gewinn, konnte den Vorteil jedoch nicht verwerten. Dadurch verteidigte Khachatryan Rang zwei, während Niklas als bester Spieler des SK Doppelbauer Kiel einen hervorragenden dritten Platz belegte. Sebastian Buchholz (6,5 Punkte) bestätigte mit Platz fünf seinen Startrangplatz 5. Jonas Stegert verbesserte sich mit 6,5 Punkten von Startrang 10 auf Rang 8. Einen besonders großen Sprung machte Rewan Nuriev: Als Nummer 31 der Setzliste spielte er sich mit 6 Punkten bis auf Platz 15 nach vorne. In der Schlussrunde verspielte er in Zeitnot eine Gewinnstellung zum Remis – mit einem Sieg wäre sogar noch eine deutlich bessere Platzierung möglich gewesen.
Besonders beeindruckend war auch das Abschneiden der Doppelbauern Maximilian Reinhardt und Jorik Lüthge. Beide erzielten starke 5,5 Punkte aus neun Partien. Maximilian Reinhardt verbesserte sich als Nummer 100 der Setzliste auf Rang 26 und gewann mit einer Performance von 1910 beeindruckende 161 Elo-Punkte hinzu. Jorik Lüthge erreichte eine Performance von 1891 und legte 117 Elo-Punkte zu. Damit würden beide auf dem Elo-Treppchen ganz oben stehen und wurden folgerichtig jeweils mit einem Ratingpreis ausgezeichnet.
Ein herzlicher Dank gilt der Kieler Schachgesellschaft, die das 38. Kieler Open erneut hervorragend organisiert und ausgerichtet hat.

(v. l. n. r. Turnierorganisator René Werner, 4. Stepan Mohylnyi, 2. Taron Khachatryan, 1. Aljoscha Feuerstack, 3. Niklas Callsen, 5. Sebastian Buchholz, 6. Jaron Henke)
