Nachdem die erste offizielle Runde in der Jugendbundesliga verschoben wurde startete nun auch die Saison 2016/2017 für unsere jungen Bundesligisten.

Personell verstärken die Mannschaft nun Magnus und Moritz für die, zu alt gewordenen Jale und Kenneth. Zum Auftakt ging es gegen die Schachspieler von Werder Bremen. Da Bremen auf dem Papier nominell zu den Mitfavoriten in der Liga gehört, haben wir uns konzentriert und fokussiert auf den Gegner vorbereitet. Als die Bremer ankamen erwartete uns die erste Überraschung. Statt sechs Spieler waren sie nur zu viert. Zusätzlich waren es auch nur zwei Spieler aus der Bremer Top-Auswahl. So bekamen Magnus und Moritz als Bundesligadebütanten eine lösbare Aufgabe für den perfekten Einstand. Auf dem Papier heißt das, dass Magnus und Moritz jeweils 500 Wertungspunkte besser waren als ihre Gegner. So ergab sich schon eine Tendenz eines möglichen Ausgangs. Zum eigentlichen Wettkampf gibt es dafür nicht mehr viel zu berichten. Mats an Brett 1 zeigte bereits mit der Wahl seiner Eröffnung, dass er einen vollen Punkt anpeilte. Aber Mats Gegner antworte gegen den Drachen mit dem soliden Maroczy-Aufbau. An Brett 3 und 5 hatten wir ebenfalls Schwarz und sowohl Julian, als auch Magnus begegneten ihre Gegner mit Spanisch. Moritz eröffnete verhalten bei seinem Startelfdebüt mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass er nominell der bessere Schachspieler sei. Währenddessen blieben für Alexander und Lukas keine Gegner übrig, so dass wir mit einer 2:0-Führung in den Wettkampf gingen. Nicht nur mit der Wahl seiner Eröffnung wollte Mats den Punkt erzwingen, sondern auch mit seiner weiteren Partieanlage. Er versuchte immer Spannung und Dynamik auf dem Brett zu erhalten. Dies konnte man von Julians und Magnus Partien weniger sagen. Die Spanisch-Partien beider verflachten zunehmendes, zwar standen beide nicht schlecht, aber auch nicht großartig besser als ihre Gegner. Moritz prüfte im weiteren Partieverlauf seinen Gegner immer wieder mit ein paar kleinen taktischen Tricks. Bis eine seiner Fallen endgültig zuschlug und er mit einer Leichtfigur materiell in Führung ging. In der Zwischenzeit kam es wie es kommen musste Julian tauschte alle Figuren bis auf zwei Bauern und einen Turm vom Brett und bot anschließend Remis. Mit dem Remis sind wir einem Mannschaftspunkt bereits näher gekommen. Allerdings dauerte es nicht lange bis eine weitere taktische Falle Moritz‘ aufging und sein Gegner wegen eines drohenden Damenverlusts aufgab. So stand es frühzeitig 3,5:0,5 und Bremen scheint sich früh in der Saison als Mitfavorit verabschiedet zu haben. Mats in seiner dynamischen und Magnus in seiner zermahlender Art spielten noch. Nach einiger Zeit einigte sich Mats in einer ungefährdeten Partie auf Remis. Nun kämpfte nur noch Magnus und kämpfte und kämpfte. Magnus, der dafür bekannt ist seine Gegner langsam immer weiter einzuschnüren und dann vom Brett zu fegen blieb auch dieses Mal seiner Taktik treu. So verbesserte er nach und nach seine Stellung und gewann letztlich auch sein Bundesligadebüt. Am Ende steht ein verdienter 5:1-Sieg gegen eine überraschend ersatzgeschwächte Bremer Mannschaft. Bereits am Samstag geht die Mission Titelverteidigung im Nachholspiel gegen Wildeshausen weiter. Im Parallelspiel patzten auch unsere Hamburger Mitfavoriten, so dass wir uns bereits gegen Wildeshausen eine exzellente Lage in der Tabelle verschaffen könnten…

Die 2.Mannschaft war in Lübeck zu Gast und konnte wie unsere anderen Mannschaften in Top-Besetzung antreten, nur Keyvan war heute nicht mit von der Partie. Den Lübecker Gastgebern gelang dies nicht, daher konnte David an Brett 6 den kampflosen Punkt mit nach Hause nehmen. An den ersten 3 Brettern waren wir deutlich favorsiert und so gelang es Hanna recht schnell den vollen Punkt einzufahren, nachdem ihr Gegner seine Stellung total überstrapaziert hatte um einen Mehrbauern zu halten. 2:0 war dann der Zwischenstand. Bei Tom, Finn und Josef stand nach rund 2 Stunden Spielzeit an den Bretter 1,2 und 4 relativ ausgeglichen, während Nankes Stellung etwas Sorgen bereitete, da hier wenig Aktivität mit wenig Zeit zusammen kam. Nachdem Josef leider eine taktische Drohung übersehen hatte, versuchte Finn den Mannschaftssieg durch Ausschlagen eines Remisangebots in greifbärer Nähe zu halten. Den nächsten Siegpunkt holte dann schließlich Tom, der in einer taktischen Verwicklung den besseren Durchblick als sein Gegner bewies. Daraufhin geriet Nankes Gegner doch noch ins Stolpern und opferte eine Figur vollkommen unnötig, die ihm aber doch nicht mehr als Dauerschach einbrachte. Mit dem Mannschaftssieg im rücken gelang es Finn noch einmal richtig aufzuspielen und befreite sich aus seiner gedrückten Stellung. Ein paar Züge später profitierte er dann von der Zeitnot seines Gegners dem ein eindeutiger Fehler unterlaufen war. Entstand 4,5:1,5. Im Spiel gegen Raisdorf gelang der 3.Mannschaft ein verdienter 3:1 Sieg. Julian und Emil holten ihren 2.Sieg der Saison und Finnley und Henry remisierten nach wechselhaftem Spielverlauf.

Hier noch Toms Partie zum anschauen: