Der Plan gegen Darmstadt war einfach und eigentlich auch recht sicher. An den Brettern 4-6 2,5! Die Frage ist nur, ob ich es auch so kommuniziert habe... 2,5 was? Denn im Grunde haben Lukas, Kenneth und Jale ja 2,5 Punkte abgegeben bzw. nicht geholt. Aber wenn man an Brett 6 400 DWZ mehr als sein Gegner besitzt, dann sollte es eigentlich klar sein was damit gemeint war...

Fangen wir heute auch am besten an Brett 6 an. So viel will ich nämlich nicht darüber berichten - ist es auch gar nicht wert. Anstatt die 400 DWZ auszuspielen blamierte sich Jale ziemlich schnell. Somit lagen wir früh 1:0 hinten, obwohl wir im Kopf mit 1:0 in den Kampf gestartet sind. Vielleicht war es auch dieser psychologische Moment, welcher die Synapsen der restlichen Fünf blockierte. Kenneth kam sehr gut aus der Eröffnung, welche er zum ersten Mal spielte. Nach einem nicht ganz optimalen Angriff besaß er aber viele Chancen um seinen Gegner zu betrügen, allerdings trickste er sich am Ende selbst aus und übersah noch ein einzügiges Matt. Solch ein Kampf stellt man sich vor wenn man zur DVM mitfährt...

Lukas rührte wiedermal viel umher und man verlor schnell den Überblick in der Partie. Mal stand er besser, mal nicht so gut, dann sah es wieder gut aus, dann eigentlich Remis, aber noch eine nette Mattdrohung bei Zeitnot des Gegners. Kurz gesagt: Remis! Julian der unglücklich ins Turnier startete baute sich vernünftig auf und machte einfach gute Züge. Da er dies bis zum Ende tat war sein Sieg auch klar verdient. Mats trickste ein wenig in der Eröffnung herum und seine Aussichten waren dabei auch gar nicht mal so schlecht. Aber es blieb nur bei guten Aussichten und bei der Punkteteilung. Der BOSS, Alexander, welcher mit 2 Siegen an Brett 1 begann bekam nun eine härtere Nuss. Diese Nuss ließ sich letztlich aber nicht knacken und sein Remis ergab insgesamt nur 2,5 Brettpunkte für uns und somit 0 Mannschaftspunkte. Da Jale nie verlieren darf bzw. immer gewinnen muss hätte es auch 3,5 : 2,5 zu unseren Gunsten ausgehen können.

Ernüchtert und erschüttert von der Niederlage befürchteten wir nun auch noch Eppingen zu bekommen. Da wir schon am morgen kein Glück und viel Pech hatten wurden wir am Nachmittag verschont. Es erwartete uns Nachbarstadt Heilbronn. Auch Heilbronn kannten wir aus dem letzten Jahr, so dass die fehlende Vorbereitung, welche aufgrund der Zeit nicht möglich war, nicht das Problem darstellte.

Dieses Mal fange ich in der Mitte bei Julian an. Mit seiner Partie handelte er sich ein Grand Prix-Verbot ein. Diese Eröffnung ist Julian von nun an in Mannschaftskämpfen untersagt. (bitte in die Vereinssatzung aufnehmen) Warum? Weil seine Partie nach wenigen Zügen verloren war. Wie er am Ende noch gewann könnt ihr selbst nachspielen. Lukas verlor ziemlich schnell und ziemlich unnötig. In einer besseren Stellung stellte er seine Dame so geschickt hin, dass dieser nicht mehr viele Felder übrig blieben. Mats, der in guter Stellung remisierte sah schon den 3,5 Sieg. Denn der BOSS überrollte seinen Gegner förmlich und hat nun 3,5 aus 4 an Brett 1, was ne Ansage! (heftiger Typ) Auch Kenneth ließ seinem Gegner keinen Hauch einer Chance und spielte ebenfalls eine sehenswerte Partie. Jale, welcher sich nach der Runde am Morgen einigen Spott anhören lassen musste zeigte nun, dass er doch Schach kann und gewann souverän. Zwar mit einem Brettpunkt zu hoch, aber dennoch verdient gewonnen.

Damit sind wir wieder im Rennen. Und gegen wen gehts? Natürlich gegen Sasbach. Ich bin gespannt ob Sasbach das Trauma von vor zwei Jahren überwunden haben, als wir Sasbach auf der Zielgerade noch überholten und Deutscher Meister der U16 wurden. Mit einem Blick auf die Livebretter bin ich auch sehr zufrieden mit dem was ich da sehe. Vielleicht liegt das an der guten Laune die CM Gisolani (eingetragene Marke) am Abend noch verbreitete. Er opferte sich fürs Team und muss sich nun erst einmal ausgiebig ausruhen... (irgendwie fehlen mir hier die pietätvollen Smileys)