Am Sonntag stand in der JBL die 5. Runde an. Nach dem Beinahe-Ausrutscher in Lehrte drehten wir mal wieder auf und waren dennoch ein guter Gast. Julian opferte sich und ließ mit dem einem Brettpunkt ein kleines Gastgeschenk da. Nach ausgeglichenem Start stand Mats schnell gut und konnte irgendwie eine Qualität abgrasen ohne erkennbare Kompensationen. Daniel spielte gegen Alexander ein fragwürdiges Opfer. Auf dem ersten Blick schien es in Ordnung, denn das Opfer brachte einen Turm und zwei Bauern gegen zwei Figuren, aber bei genauerer Betrachtung stellte sich die Frage; was soll man damit bloß anfangen und wo ist die Initiative?!

Julian sprach ich bereits an... Es war zwar nicht unsere Mannschaftstaktik, dass Julian ein Gastgeschenk unterbreitet, aber nach dem Spielverlauf konnte es nur das eine Ergebnis werden. Es war scheinbar nicht Julians Tag. Er spielte viel zu optimistisch und nahm die gegnerische Züge wenig ernst. Lukas versiegelte das Brett und fand sich in einer für ihn netten bespielbaren Partie wieder. Magnus war wie immer der klassische Magnus; Eröffnung solide und nicht viel los, Mittelspiel solide und noch immer nicht viel los. Moritz spielte seine DWZ-Überlegenheit schnell aus, bzw. seine Gegnerin tat dies. Nach wenigen Zügen hatte es den Anschein als ob Moritz plötzlich mit dem Anzugsvorteil spiele.

Im Verlauf des Mannschaftskampfes war es Lukas, der mit seinem Sieg die Weichen auf Sieg für uns stellte. Obwohl auch hier eher der Gegner uns den Punkt schenken wollte. Dieser spielte auch viel zu optimistisch und opferte unberechtigt einen Turm. Ohne Angst und mit klarem Kopf (was mich wundert, denn er kam in der Nacht erst vom Holstein-Auswärstsspiel) sackte Lukas den Punkt ein. Moritz hatte ebenfalls einen Matchplan, welcher sicherlich nicht effizient, aber dennoch effektiv war. Nun ging es Schlag auf Schlag. Mats sicherte nämlich in einer souveränen Partie mit einer hübschen Schlusspointe die 3:0 Führung. Mit dem Wissen sich am heutigen Spieltag auf seine Mannschaftskameraden verlassen zu können überreichte Julian Inken unser Gastgeschenk - 3:1.

Daniels Opfer gegen Alexander wirkte schon beim genaueren Hinsehen als äußerst fraglich und so spielte der Boss die Partie einfach herunter und gewann letztlich auch vollkommen unbeeindruckt. Und bei unserem Karpow war während der ganzen Partie nie viel los, aber auch wenn es auf dem Brett ausgeglichen aussieht sollte man wenigstens das Material zählen. Magnus sammelte erst einen und schließlich auch einen zweiten gewinnbringenden Bauern ein. So musste er nur noch die Zeitnotphase überstehen und anschließend mit entsprechender Technik den Punkt einsammeln.

Das 5:1 geht vollkommen in Ordnung. Somit bleibt die Weste nach der 5. Runde weiß. Aber die Konkurrenz schläft nicht, so sind gleich Hagen, Lübeck und Hamburg auf unseren Fersen. Am 26.2. kommt es dann bei uns zum Gipfeltreffen mit dem HSK.