Die 5. Runde in der Landesliga hatte es in sich! Vorweg ein Lob an die Schachfreunde aus Bad Schwartau, die ein paar Minuten auf unser zweites, verirrtes Auto warteten. Aus gegebenen Anlass; das ist Fairness!!

Als es dann mit kurzer Verspätung los ging, dauerte es nicht einmal eine halbe Stunde und Joachim sackte schon einen gesunden Mehrbauern ein und Ulla sogar zwei. Die restlichen Bretter waren ausgeglichen. Mit Beginn der vierten Stunde nahm das Schicksal dann seinen Lauf. Ulla stand auf Gewinn und Joachim tendierte auch zum Partiegewinn. Hans-Adolf war ebenfalls am Drücker. Hingegen hatten Alexander und Bülent ein paar Probleme zu lösen, welche aber nicht unmöglich waren. Wenige Minuten später stand es 4:0 gegen uns. BUUHM!! Was ist passiert??

Joachim igelte sich in ausgezeichneter Stellung ein und wurde anschließend überspielt. Alexander und Bülent konnten ihre Probleme nicht lösen bzw. es entstanden weitere Probleme aufgrund massiver Zeitnot. Letztlich mussten sie resignieren. Hans-Adolfs aussichtsreiche Stellung war ebenfalls verpufft und ebenfalls in Zeitnot übersah er auch noch die rettende Remis-Schaukel und verlor auf gleicher Art und Weise. Und wie sollte es anders kommen. Ich hatte für die restlichen 12 Züge auch nicht mal mehr 2 Minuten. Dennoch war die Stellung mit über +2 sicherlich gewonnen, aber bei der Zeit wurde daraus ein +0. Drei Züge später bekam ich erneut die Chance bei einer Stellung von +2. Aber ich reihte mich bei Alexander, Bülent und Hans-Adolf mit ein und verdaddelte den Punkt in Zeitnot. In der nachfolgenden Analyse stellte sich heraus, dass 6 aus 49 wahrscheinlicher waren als meine gespielten Züge...

Vergessen wir mal nicht unsere Jugend... Mats spielte wie immer souverän und wickelte in ein besseres Endspiel ab. Indem sein Springer viel überlegender war als der gegnerische Läufer, welcher nur die eigenen Bauern bewachen konnte. Mit großartiger Technik sicherte er sich dann den verdienten Punkt. Julian spielte in einer unauffälligen Partie Remis und zeigte im Turmendspiel ebenfalls seine Endspieltechnik. Ulla, die eigentlich sehr zügig eine gewonnene Partie erreichte, hatte scheinbar Angst vorm Gewinnen. Nach langem hin und her gewann sie doch noch.

Unterm Strich steht eine herbe 5,5:2,5 Niederlage. Natürlich war viel mehr drin, aber irgendwie waren wir an dem Spieltag mit dem Kopf woanders bzw. die (Bedenk)Zeit ging in Bad Schwartau viel zu schnell vorbei.