Am Sonntag, den 19.2.17, machten sich (in Brettreihenfolge) Lukas, Gunnar, Ich (Magnus), Oliver, Joachim, Ulla, Norbert und Thomas zum Auswärtsspiel nach Kaltenkirchen auf. Da es dieses Jahr in der Verbandsliga B eventuell drei Absteiger geben wird, war der Kampf auch für den Abstiegskampf wichtig. Wir standen vor der Runde zwar auf Platz 6, müssen aber noch gegen die drei bestplatzierten Mannschaften antreten. Gegen Kaltenkirchen konnten wir mit der oben genannten, relativ guten Aufstellung antreten, weshalb wir in diesem Kampf vorraussichtlich Favorit sein würden.

Die Fahrt verlief problemlos und nach kurzer Suche war auch der Spielsaal gefunden. Kaltenkirchen trat etwas ersatzgeschwächt an, sodass wir bis auf Ulla alle zwischen 150 und 350 DWZ-Mehrbesitz hatten. Pünktlich um 10 Uhr begann der Mannschaftskampf. Zunächst tat sich an keinem Brett etwas Auffälliges, wenn man davon absieht, dass an den ersten drei Brettern jeweils Skandinavisch gespielt wurde. Nach etwas mehr als einer Stunde war Oliver plötzlich fertig: Sein Gegner hatte einen Turm für Angriff geopfert, dabei jedoch eine Rückzugsmöglichkeit Olivers übersehen und konnte für das verlorene Material keine Kompensation vorweisen, weshalb er kurz darauf aufgab. Nach etwa 2 bis 2,5 Stunden waren auch Gunnar, Ulla und Thomas fertig: Gunnar konnte zwischenzeitlich einen Mehrbauern erobern, entschied sich im Endspiel dann aber für eine Stellungswiederholung, anstatt einen komplizierten und riskanten Versuch zur Verwertung des Bauern zu starten. Ulla erreichte im Franzosen eine meiner Meinung nach etwas vorteilhafte Stellung, aber als kurz darauf viel getauscht wurde vereinbarte sie mit ihrem Gegner remis. Thomas konnte am letzten Brett seinen sehr deutlichen DWZ-Vorteil erst in einen Mehrbauern, dann in einen Sieg ummünzen. Also eine beruhigende 3:1-Führung und durchgängig gute Stellungen an den verbliebenen vier Weißbrettern. Als nächstes konnte ich meine positionell gewonnene Stellung durch einen Fehler meines Gegners mit einem herannahenden Matt beenden, weshalb er sich zur Aufgabe gezwungen sah. Joachim vereinbarte remis, womit wir den Mannschaftskampf gewonnen hatten. Auch Norbert konnte seine positionelle Gewinnstellung in einen Sieg ummünzen und Lukas, der als Letzter noch spielte, trickste seinen Gegner in beiderseitiger Zeitnot aus, sodass sein Gegner bald nach der Zeitkontrolle und mit einer Dame weniger resignierte.

Damit hatten wir diesen wichtigen Mannschaftskampf überzeugend und verdient mit 6,5:1,5 gewonnen. In den nächsten Runden werden wir gegen die drei bisher stärksten Mannschaften der Liga antreten müssen, vielleicht gelingt ja noch eine Überraschung.