Am vergangenen Sonntag war unsere erste Mannschaft in Preetz zu Gast. Nicht nur der Blick auf den Kader machte Preetz zum Favoriten, sondern auch Mats‘ kurzfristiger krankheitsbedingter Ausfall. Bis auf Magnus rutschten alle ein Brett nach oben, so dass die Vorbereitungen dahin waren. Kenneth sprang spontan an Brett 8 ein. Kenneths Spontanität wurde dann mit einer eiskalten Dusche belohnt. Sein schneller initiierter Königsangriff verpuffte ins Leere, so dass sein alleingelassener König den Gegenangriff nicht überstand.

Damit ging Preetz in Führung und Kenneths Oberligadebüt endete flott. An den übrigen Brettern passierte wenig. Lukas entwickelte sich etwas fragwürdig, dafür gab es bei Bülent ganz leichte Hoffnungen. Beim zweitem Remisangebot an Brett 1 teilte sich Magnus den Punkt. Kurz darauf wurde Lukas für seine zweifelhaften Züge bestraft und Preetz ging mit 2,5:0,5 in Führung. In der Zwischenzeit stand Bülent aber noch immer gut und auch Alexander konnte sich einen Mehrbauern sichern, welcher zugleich ein Freibauer auf der sechsten Reihe war. Die Stellungen bei Julian, Mohammedreza und Sebastian erschienen sehr ausgeglichen, so dass zu diesem Zeitpunkt ein 4:4 ein realistischer Traum war. Mit Rezas Remis kamen wir diesen Traum einen halben Punkt näher. Und auch Alexander spielte seinen Trumpf aus, so dass sein weit vorangeschrittener Mehrbauer zum Erfolgsgarant wurde. Die dann folgenden Zeitnotphasen bei Bülent und Sebastian schienen aus dem Traum einen Alptraum zu machen. Bülent verlor erst einen und dann einen zweiten Bauern. Sebastian gewann einen Bauern, aber verlor die Initiative und unterschätzte das Eindringen des gegnerischen Turms. So ging Preetz mit 4:2 in Führung. Bei Bülent machten nur noch die paar Sekunden Bedenkzeit und die ca. 10 Züge bis zur Zeitkontrolle Hoffnungen. Und irgendwie… - entschuldigt die Ausdrucksweise, aber nur dieses Wort beschreibt es in vollem Umfang- ..und irgendwie beschiss Bülent seinen Gegner dann doch und eine Springergabel führte zum Damengewinn und zum Partiegewinn. Verrückte Partie!! Alle Hoffnungen lasteten nun auf Julians Schultern. Julian kam gut über die Zeitkontrolle, fand sich aber in einer merkwürdigen Stellung wieder. Letztlich schaffte er es aber irgendwie die gegnerische Dame einzufangen und sicherte somit einen wichtigen Mannschaftspunkt. Mit 3 von möglichen 6 Punkten finden wir uns exakt in der Tabellenmitte wieder. In zwei Wochen geht es bereits gegen die Schachfreunde aus Hamburg weiter. Bei der Leistung und der Moral könnten dort die nächsten Mannschaftspunkte drinnen sein.