In der 3. Runde stand das Landesduell gegen Lübeck an. Dieses Aufeinandertreffen fand in der Jugendbundesliga nun schon zum siebenten Mal statt. Vor Abfahrt orakelte Magnus, dass wir nicht verlieren werden, weil er in der JuBu noch nie gegen Lübeck verlor. Lübeck war dies scheinbar auch bewusst. Uns erwartete eine starke Lübecker Mannschaft. An jedem Brett waren wir Außenseiter. Nichtsdestotrotz mussten die Partien erst einmal gespielt und auch gewonnen werden.

 

An den ersten drei Brettern legten Magnus, Keyvan und Jonas sehr aggressiv los, so dass die Bretter förmlich brannten und den gemeinen Zuschauer verwirrten. Wer stand jetzt wo besser? Wie kam es zu der Stellung? Ist das weg, wenn nicht, dann ist es gewonnen… Für Beruhigung sorgten Emil, Lukas und Julian, die einen solideren Aufbau wählten. Dementsprechend dauerte es auch nicht lange bis das erste Ergebnis fest stand. Keyvan verlor gegen Martin. Allerdings sollten wir noch einen Viertel des Punktes reklamieren. In der Analyse verriet Martin, dass Mats diese Variante irgendwann mal empfahl. Trotz Figur mehr konnte Keyvan seinen exponierten König nicht retten. Alle übrig gebliebenen Figuren waren entweder gefesselt oder gebunden, so dass Lübeck 1:0 in Führung ging. Kurz darauf schloss Julian überraschend Remis. Überraschend, weil Julian gerade zwei Figuren gegen einen Turm einsacken konnte. In der Zwischenzeit kämpfte Jonas kreativ gegen einen Drachen. Stellte dabei aber einen wichtigen Bauern ein und verlor letztlich noch einen dritten Bauern sowie sein Angriffspotenzial. Damit kam Lübeck dem Mannschaftserfolg sehr nahe. Emils Remis sicherte Lübeck dann schließlich einen Mannschaftspunkt. In einer sehr passiven Partie konnte Emil gut mit dem Remis leben. Auf den Schultern der beiden Ältesten lag nun die volle Verantwortung. Magnus spielte ungewohnt barbarisch – lange Rochade, zusätzlich konnte Fredrik einen Bauer auf b2, direkt vor Magnus‘ König, installieren. Nach halbstündigen Grübeln versank Frederik sogar über eine Stunde in die Gedanken für nur einen Zug. Seine Körpersprache sagte aber alles und machte Mut. Magnus gewann erst eine Qualität und kam anschließend mit wenigen Sekunden super über die Zeitkontrolle. Die Qualität reichte aus, um auf 2:3 zu verkürzen. Wie auch gegen Lehrte spielte nur noch Lukas. In einer ausgeglichenen Stellung opferte er interessant eine Figur für zwei Freibauern. Mit dem festen Glaube an dieses Opfer konnten Lukas‘ Freibauern nicht mehr gebremst werden, so dass wir tatsächlich noch einen Punkt aus Lübeck entführen konnten. Das Orakel irrte nicht! Nach drei Runden liegen wir mit vier Mannschaftspunkten mit jeweils vier anderen Mannschaften Kopf an Kopf. Einzig der HSK hat eine weiße Weste mit drei Siegen. Kurz nach dem Jahreswechsel geht es in Norderstedt weiter.