Es ist endlich so weit. Die Saison 2019/2020 der Oberliga wird an diesem Wochenende sportlich beendet. In Runde 8 war der Gegner Königsspringer Hamburg. Alle waren nach der Zwangspause voller Vorfreude wieder an die Bretter zu dürfen. Durch die Fusion im letzten Jahr und den Abstieg der zweiten Mannschaft aus der 2. Bundesliga Nord wurde der Druck für die Oberliga genommen. Egal wie wir spielen, wir sind abgestiegen, da die Regularien keine zwei Mannschaften eines Vereins in der Oberliga erlauben. Viel wichtiger war es aber überhaupt wieder Schach zu spielen.
Nach der ersten Stunde sah es überall anständig aus. Die Pause von 1,5 Jahren war nirgends ersichtlich. In der zweiten Stunde kamen die Waagschalen so langsam in Bewegung. Am deutlichsten bei Magnus, der früh eine sehr gute Stellung mit zwischenzeitlich zwei Mehrbauern erreichte. Mats stand leicht passiv, aber solide. Lukas, Julian, Bülent und Sebastian standen ausgeglichen. Bei Alexander und Gunnar versprachen heterogenen Rochaden spannende Partien. In Stunde drei einigte sich Lukas auf Remis. Eine sehr ähnliche Variante führte auch bei Sebastian zum Remis. Währenddessen konnte Alexander den Angriff des Gegners mit Bauerngewinn parieren und gewann nach inkorrektem Opfer des Gegners die Partie. Bülent steuerte einen weiteren Punkt zur 3:1 Führung bei. Unser Vorsprung und die Unkenntnis darüber, dass wir zwangsweise absteigen setzte unsere Gegner scheinbar unter Druck. Gunnar opferte einen Bauern für freie Linie vor dem gegnerischen König. Julian aktivierte stark seine drei verbundenen Freibauern im Zentrum. Mats verteidigte sich grundsolide auf Kosten der gegnerischen Zeit und Magnus spielte einfach auf seinen Mehrbauern und auf die bessere Stellung. Nach einer Weile war der gegnerische König bei Gunnar entblößt und dem Tod geweiht - 4:1. Magnus erhöhte sehr souverän auf 5:1. Das war aber noch nicht genug. Nach langer Verteidigung und wenig Zeit des Gegners aktivierte Mats seine Stellung, kassierte einen Bauern und gewann das Turmendspiel mit Mehrbauer. Julian schloss sich dem an. Die Bauernmehrheit in Kombination mit starken Figurenspiel führte sehenswert zum Sieg. Viel besser hätte der Restart nicht laufen können.

Morgen geht es um 11 Uhr in der MPS mit einem Heimspiel gegen HSK III weiter.