Aufgrund geringer Resonanz war in diesem Jahr der Weg ins Finale des Mannschaftspokals kurz. Mit jeweils einen Sieg in der Vorrunde stand das Finale zwischen uns und dem Lübecker SV fest. Da im Pokal die Aufstellungen immer ein Rätselraten sind, fuhren die Lübecker mit Ungewissheit nach Kiel und wir empfingen vier Lübecker ohne großartige Vorbereitung. Nach Bekanntgabe der Aufstellung versprach das Finale spannend zu werden. An 1 traf Magnus auf Michael Ehrke, an 2 Keyvan auf Thilo Koop, an 3 Mats auf Dirk Lampe und an 4 Sebastian auf Thomas Thannheiser. Laut Wertungszahl waren wir somit leicht favorisiert. Magnus eröffnete unkonventionell und sicherte sich frühzeitig das Läuferpaar auf Kosten eines Doppelbauern auf der h-Linie. Keyvans Gegner wich frühzeitig von den Hauptsystemen ab. Bei Mats entstand eine theoretisch Stellung und Sebastian gelang über Umwege in einen Drachen. Nach fast zwei Stunden konnten Keyvan und Mats einen Bauern gewinnen. Allerdings mussten beide bei gegnerischer Initiative aufpassen und genau spielen. Bei Magnus und Sebastian war zu diesem Zeitpunkt noch alles in Ordnung. Kurze Zeit später tauschte Keyvan die Dame gegen zwei Türme und stand aufgrund schlechter Figurenharmonie ordentlich unter Druck. Diesen Druck konnte er aber abschütteln, auch begünstigt durch die gegnerische Zeitnot. Es entstand ein gewonnenes Endspiel Dame gegen zwei Türmen inklusive zwei weit vorgerückten Freibauern, welches Keyvan zum Sieg ausnutze. Sehr souverän spielte Mats. Die gegnerische Initiative konnte er Zug um Zug abwenden und den Mehrbauern in ein gewonnenes Turmendspiel ummünzen. Somit gingen wir nach der Zugabe von frischer Bedenkzeit mit 2:0 in Führung. In der Zwischenzeit verlor Magnus einen Bauern und Sebastians kostbarer Drachenläufer hatte nur die Wirkung eines Bauern und war ausschließlich auf Verteidigung programmiert. Ein 2:2 drohte und dementsprechend die Verlängerung im Blitzduell. Es passierte lange nichts ausschlaggebendes, sodass Magnus Gegner sowie Sebastian und Gegner ihre Partien nur noch mit dem Inkrement bestritten. Magnus konnte geschickt die Bauern am Damenflügel abtauschen. Es entstanden zwei gegen drei Bauern am Königsflügel. Allerdings machten die Türme daraus eine ausgeglichene Stellung. Das war dann auch das Endresultat und der gesicherte Sieg. Scheinbar voller Freude über den Pokalsieg suchte Sebastian irgendwelche Initiative und brach seine eigene Verteidigung zum Seppuku. Damit wurde das Pokalfinale eine spannende und ausdauernde Auseinandersetzung, die wir 2,5:1,5 für uns entscheiden konnten und somit erstmals Pokalsieger von Schleswig-Holstein wurden. Herzlichen Glückwunsch! Die nächste Runde auf Bundesebene ist im Januar geplant. Da in SH beide Finalisten hierfür qualifiziert sind, ist auch der Lübecker SV für SH vertreten.

Ebenso wurde der Bezirkspokal ausgetragen. In Runde 1 hatten wir ein Auswärtsspiel in Neumünster. Dieses konnte auch knapp mit 2,5:1,5 gewonnen werden. Finn P. und Bjarne siegten, Celina steuerte ein Remis bei und Tim S. hatte ein "Gastgeschenk" dabei. Die nächste Runde wird am kommenden Freitag ausgelost.